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Konvoi fahren

    Verhaltensregel in einem Konvoi
    wenn wir vom VRCC in grösseren Gruppen durch die Strassen fahren, ernten wir immer wieder bewundernde Blicke und ziehen,
    zu unserer Freude, die Aufmerksamkeit auf uns. Insbesondere gilt dies, wenn wir geschlossen und geordnet im Konvoi fahren.
    Neben sehr gepflegten Motorrädern ist es auch unser Auftritt in der Öffentlichkeit, der zu einem positiven Gesamteindruck beiträgt.

    Damit meine ich im besonderen das Verhalten während der Fahrt und das Parkverhalten bei Pausen und bei Zielankunft.
    Unbeabsichtigtes Fehlverhalten gefährdet die eigene Sicherheit und die Anderer, und sorglos abgestellt Motorräder bei
    Tank- und Raucherpausen werden schnell zur Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer.

    Wie man sich richtig im Konvoi verhält und wie man platzsparend und passantenfreundlich parkt, wurde und wird durch die
    erfahrenen Motorradfahrer der Gruppe vermittelt. Bei zahlreichen gemeinsamen Ausfahrten konnten so Unfälle und Ärger mit
    Passanten vermieden werden.

    Um aber allen neuen Mitgliedern bzw. Gästen diese Verhaltensregeln näher zu bringen, habe ich versucht wichtige, grundlegende
    Basisregeln auf dieser Seiten mit Hilfe entliehener Animationen aufzuzeigen.

    Wir alle wissen, dass eine verbale Kommunikation bei einer Fahrt schwierig bis unmöglich ist und wir uns deshalb per Handzeichen
    Verständigen. Deshalb sind nachfolgend die wichtigsten, international bekannten Handzeichen aufgeführt.


    Handzeichen

Startet jetzt eure Motorräder

Nur in einer Linie fahren

1starten

2einzeln

Fahren in Zweierreihen

Dichter fahren

3zweierreihen

4dichter

Gefahr auf der linken Seite

Gefahr auf der rechten Seite

5gefahrlinks

6gefahrrechts

gleich links abbiegen

gleich rechts abbiegen

7linksabbiegen

8rechtsabbiegen

Vorsicht langsamer fahren

Geschwindigkeit erhöhen

9langsamfahren

10schnellerfahren

Achtung bremsen

 

11bremsen

 

    Fahren im Konvoi

Das Fahren im Konvoi erfordert höchste Disziplin, Rücksicht und Konzentration!!! Damit es zusätzlich auch Freude, Spass und
Sicherheit bringt, sollte man nachfolgende Hinweise mal zur Kenntnis nehmen!


1. Fahren im Konvoi,
2. Lücken schliessen,
3. Anhalten,
4. Eine Strasse kreuzen,
5. In eine Strasse einbiegen
6. Parken und Abstellen der Motorräder


Die meisten von uns sind schon im Konvoi gefahren und haben dabei unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
Die Palette reicht von disziplinierten Zweierreihen, über schlangenlinienartiges Fortbewegen, bis hin zu Bienenschwarm ähnlichen
Rudeln. Obwohl jedem bekannt sein sollte, dass der Sicherheitsabstand im Konvoi eher verkürzt ist, sieht man immer Mitfahrer, die ihre Spur
verlassen, plötzlich bremsen oder beschleunigen, in Schlangenlinien fahren, ohne zu bedenken, dass sie somit ihren Hinter- oder Seitenmann,
die Gruppe und andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Besonders brenzlig, wird es wenn einige Mitfahrer die ungeschriebenen Gesetze dieser Gruppen nicht kennen oder nicht beachten,
und auch nicht wissen worauf wir uns verlassen können. Konvoifahren erfordert Konzentration und Disziplin, und es ermüdet.
Deshalb sind zwischendurch regelmässige "kurze" Pausen unabdingbar.

Hier sei noch mal darauf hingewiesen, dass der Tourguide der eine Ausfahrt plant, stets darauf bedacht ist, dass die vorher
sorgfältig geplanten Reisezeiten, Raucher-, Pinkel-, Tank- und Essenspausen eingehalten werden. Damit dies gelingt, ist jeder Mitfahrer
zur Disziplin aufgefordert. Sogenannte "Lederärsche", damit sind die unter uns gemeint, die über ein sehr strapazierfähiges Sitzfleisch
verfügen und stundenlang ohne Pausen fahren können, sollten aus Rücksicht auf die zart besaiteten Mitfahrer, die regelmässigen
Pausen ohne Knurren hinnehmen, und alle anderen sollten die jeweiligen Pausen nur zu ihrem ursprünglichen Verwendungszweck nutzen.
Ich meine hiermit, dass Tankpausen nicht zu stundenlangen Mittagspausen ausarten sollen und bei Essenspausen jedem soviel Zeit gelassen
werden sollte, dass jeder sein Mal in Ruhe zu sich nehmen kann. Die Gruppe und vor allen Dingen der Tourguide wird es euch danken, denn der
ist es, der bei Unstimmigkeiten immer der Empfänger der Kritik sein wird.

Besonders bei grösseren Gruppen werden oftmals Kreuzungen gesichert und abgesperrt. Hiermit ist aber nicht das Erzwingen
von Wegerecht gemeint, sondern das Zusammenhalten der Gruppe. Die meisten Verkehrsteilnehmer nehmen diese Art der Einflussnahme
dankend an, denn somit entgehen sie einem späteren, mehrfachen Überholen durch zurückgebliebene Motorradfahrer.
In der Praxis wird unser geschlossener Verkehrsverbund dadurch geschätzt, indem man andere Verkehrsteilnehmer mit sichernden
Motorradfahrern darauf aufmerksam macht, aber erst sobald der andere Verkehr dies zulässt.

Aber Achtung, kein an einem Konvoi teilnehmender Mitfahrer darf sich jedoch absolut auf eine freie Fahrt einstellen. Jeder ist
für seine Sicherheit selbst verantwortlich.

Da es vereinzelt vorkommt, dass uneinsichtige Autofahrer versuchen sich in den Verbund reinzuzwängen, sollten die sichernden Fahrer/innen
versuchen deutlich und gut abzusperren und sich nicht rausdrängen lassen.
 

Fahren im Konvoi

1. Fahren im Konvoi

SICHERHEITS-
ABSTAND

Durch das versetzte Fahren entsteht ein optimaler Sicher- heitsabstand zwischen den einzelnen Konvoiteilnehmern.

  • KONVOI-FÜHRER
    - Bestimmt die Route
    - die Stopps
    - die Geschwindigkeit.
  • KONVOI-TEILNEHMER
    - fährt versetzt mit einem Abstand von ca. 10 m nach vorne und hinten 
    - fährt nur so schnell, dass der Abstand vom Fahrer hinten eingehalten werden kann.
    - hält die einmal eingenommene Position innerhalb des Konvois ein.
    - überholt nicht.
    langsame Fahrzeuge oder Fahrer mit weniger Fahrpraxis fahren am Anfang des Konvois da dort die Geschwindigkeit am tiefsten ist. Für die Strassensicherung werden spezielle Abmachungen getroffen
  • SCHLUSS-FAHRZEUG
    ist verantwortlich, dass keiner zurück bleibt und hilft den Konvoi zusammenzuhalten.

2. Lücken schliessen

Entsteht im Konvoi eine Lücke dann wird diese nicht seitwärts sondern von hinten nach vorne aufgefüllt. Das heisst das jeweils hintere Fahrzeugführt nach vorne in die entstandene Lücke.

3. Anhalten

Beim Anhalten vor Kreuzungen, Rotlichtampeln und anderen Hindernissen wird auf Zweierkolonnen aufgeschlossen und der Abstand zum Vorderfahrzeug so kurz wie möglich gehalten um ein schnelles Überqueren der Kreuzung zu ermöglichen.

SICHERN DER KREUZUNG Gerade in grossen Gruppen ist der Bedarf da, Kreuzungen so zu sichern, dass die ganze Gruppe in einem Fluss darüber fahren kann. Wichtig ist, dass die Gruppe konzentriert und aufgeschlossen fährt. Der Konvoiführer bestimmt, wie viel Leute die nächste Kreuzung sichern sollen und zeigt dies mit Handzeichen an. Die vordersten Teilnehmer/innen sind dran zum Absperren.

Die Ausnahme bilden schwächere Fahrer/innen, die vorne fahren und sich das noch nicht zutrauen. In dem Falle weichen sie an den rechten Strassenrand aus um die Anzahl Fahrer/innen von hinten vorbeizulassen, welche die nächste Kreuzung sichern sollen. Nach dem Sichern schliessen diese Fahrer/innen hinten am Konvoi vor dem Schlussfahrzeug an.

4. Eine Strasse kreuzen

Der Konvoi-Führer hält 2 oder mehr Finger in die Höhe und signalisiert den nachfolgenden Fahrerndass sie die Kreuzung/Kreisel sichern müssen. Die Kreuzung muss vom ganzen Konvoi so schnell wie möglich Überquert werden. Nachdem das Schlussfahrzeug die Kreuzung Überquert hat, fahren die Fahrer , welche die Strasse gesichert haben vor das Schlussfahrzeug . Bei der nächsten Kreuzung werden wieder die vordersten beiden Fahrer die Strasse sichern und dann hinten anschliessen.

5. In eine Strasse einbiegen

Der Konvoi-Führer hält 1 Finger in die Höhe und signalisiert dem nachfolgenden Fahrerdass er die Strasse sichern muss. Der Konvoi soll so schnell wie möglich einbiegen. Nachdem das Schlussfahrzeug eingebogen ist, führt der Fahrer, der die Strasse gesichert hat vor das Schlussfahrzeug.

6. Parken und Motorräder abstellen

Hier bedarf es sicher nicht vieler Worte. Hiermit will ich nur mal anregen, dass anständig abgestellte Bikes ein schöneres Bild abgeben und andere Verkehrsteilnehmer deutlich weniger einschränken.

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